Praxis für Nuklearmedizin

Nierenfunktionsszintigraphie

Zweck der Untersuchung:

Bei der Nierenfunktionsszintigraphie werden Funktion und Urinabfluss jeder Niere einzeln gemessen.

Indikationen der Untersuchung:

• Bestimmung der seitengetrennten Funktion, z. B. vor und nach Strahlen- oder Chemotherapie oder bei Harnaufstau (Hydronephrose)

• Nachweis eines Rückflusses von Harn in den Harnleiter (Reflux)

Nachweis, ob ein bestehender Bluthochdruck durch eine Verengung der Nierengefäße verursacht wird.

Ablauf der Untersuchung:

Nach Aufklärung durch den Arzt wird eine Spur einer radioaktiven Substanz in die Vene injiziert.

Die Substanz wird zügig über die Nieren ausgeschieden. Nach ca. 20 Minuten ist die Untersuchung beendet.

Falls dann der Urin nicht vollständig abgeflossen ist, erhalten Sie an der Kamera ein Medikament (Lasix) injiziert, um den Harnfluss zu stimul-ieren. Dieser Vorgang wird ebenfalls von der Kamera über ca. 15 Minuten gemessen.

Die Strahlenbelastung entspricht der einer einfachen Röntgenaufnahme. Die verwendeten Substanzen werden gut vertragen, allergische Reak-tionen sind extrem selten.

Die Aufnahmen werden im Liegen durchgeführt Dabei werden Bilder mit einer großen Kamera aufgenommen, die über und unter Ihrem Körper positioniert ist. 

Die Auswertung der Untersuchung erfolgt noch am gleichen Tag, sod dass Ihr Überweiser innerhalb weniger Tage den Arztbrief mit dem Untersuchungsergebnis erhält.